Veranstaltungen


 

Filmreihe "Zeitmaschine Kino"


16. Mai 2022, 20.15 Uhr

Anaparastasi (Théo Angelopoulos, 1970)

23. Mai 2022, 20.15 Uhr

Nostalghia (Andrei Tarkovski, 1983)

30. Mai 2022, 20.15 Uhr

Ruhr (James Benning, 2009)

Kommunales Kino guckloch
Kulturzentrum Scheuer
Kalkofenstraße 3a
78050 VS-Villingen


In Kooperation mit dem Uhrenindustriemuseum zeigt das Kommunale Kino Guckloch drei Filme. Verschiedene Regisseure schöpfen aus einem breiten Repertoire an filmspezifischen Mitteln und Techniken, um ihre Werke zu "Zeitmaschinen" werden zu lassen:


16. Mai 2022: Αναπαράσταση
Rekonstruktion

Im Debutfilm von Théo Angelopoulos wird ein aus Deutschland nach Griechenland zurückkehrender „Gastarbeiter“ ermordet. Dringend tatverdächtig sind seine Ehefrau und deren Geliebter. Ein Kommissar, mehrere Journalisten und einige Dorfbewohner versuchen, den Tathergang zu rekonstruieren. In einem Dickicht aus verschiedensten Rückblenden, Mutmaßungen und Zeugenaussagen schafft der Film ein ganz eigenes, faszinierendes Zeitgefüge. Gleichzeitig kann der Film als eine Allegorie auf das verarmte und verrohte griechische Hinterland (gedreht wurde an der Grenze zu Albanien) unter der Militärdiktatur gesehen werden. (Richard Hehn)

100 Minuten | Original (griechisch) mit deutschen Untertiteln
Eintritt: 6 €
 

 

23. Mai 2022: Nostalghia

Der Film gilt als der persönlichste und am stärksten autobiographisch geprägte Film im Werk des russischen Filmemachers Tarkowskis, der hier mit einer alles verlangsamenden Melancholie quasi den Stillstand zum Stilprinzip erhebt: Ein russischer Schriftsteller reist nach Italien, um dort ein Buch über das Leben eines ebenfalls russischen Komponisten aus dem 18. Jhdt. zu schreiben. Von Heimweh getrieben hatte sich der Musiker schließlich entschieden, aus dem italienischen Exil in die Unfreiheit des Zarenreiches zurückzukehren. Der Filmtitel „Ностальгия“ oder italienisch "nostalgia" bedeutet „Heimweh“ und drückt die Sehnsucht nach einer vergangenenen Zeit, noch mehr aber nach einem entfernten Ort aus. (Richard Hehn)

125 Minuten | Original (italienisch, russisch) mit deutschen Untertiteln
Eintritt: 6 €
 

 

30. Mai 2022: Ruhr

Ruhr ist der erste Film, den James Benning außerhalb der USA drehte – in Duisburg. Typisch für seine Arbeitsweise  besteht der Film nur aus sieben Einstellungen. Benning schickte seine Duisburger Studenten mit dem Auftrag in die Stadt, Orte zu finden und Bewegungen und Geräusche aufzunehmen, die sich sonst der oberflächlichen Beobachtung entziehen. Durch die extrem langen statischen Einstellungen wird nicht nur das Zeitgefühl des Filmzuschauers verändert, diese ermöglichen dem Betrachter auch Wahrnehmungen, die im realen Leben kaum gemacht würden und in herkömmlichen Filmen nicht möglich wären. (Richard Hehn)

125 Minuten | Eintritt: 6 €

 


 

Autor im Gespräch: Rüdiger Safranski

2. Juni 2022

20.00 Uhr, Theater am Ring

"Zeit - Was sie mit uns macht und was wir aus ihr machen"

Rüdiger Safranski ermutigt uns, den Reichtum der Zeiterfahrung zurückzugewinnen. Ohne Uhren, die uns ein objektives Zeitmaß vorgaukeln, erleben wir die Zeit ganz anders: In der Langeweile, bei der Hingabe, bei den Sorgen, beim Blick auf das Ende, streng gegliedert in der Musik, variabel und differenziert beim Film und wieder anders im gesellschaftlichen Termingetriebe, in der beschleunigten Wirtschaftswelt, der globalen Gleichzeitigkeit. Gesprächspartner an diesem Abend wird Dr. Wolfgang Niess sein.

Preis: 12 € (ermäßigt 10 €)

Tickets sind ab sofort im Kulturamt erhältlich


 

          In unserem Flyer finden Sie das komplette Begleitprogramm zur Sonderausstellung:
          Von spannenden Führungen über erlesene Kinoabende, Familienaktionen, Lesungen bis hin zu live gespielter
          Rockmusik – hier ist für jeden etwas dabei!
          > Flyer zum Download