Sonderausstellungen im

Uhrenindustriemuseum

Ab 10. Mai 2019

 

Johannes Bürk war vielleicht derjenige Schwenninger, der den Ort am nachhaltigsten geprägt und verändert hat. Er wurde am 3. Juli 1819 in Schwenningen geboren.

 

 Für das Uhrenindustriemuseum, das im Jahr 2019 sein 25-jähriges Bestehen feiern darf, ist sein 200. Geburtstag willkommener Anlass, den Begründer der industriellen Uhrenproduktion in Württemberg und engagierten Demokraten mit einer Ausstellung zu ehren. Zu den seinen Lebensweg prägenden Rahmenbedingungen gehören die Krise der Schwarzwälder handwerklichen Uhrenproduktion, die Industrialisierung und die politischen Freiheitsbestrebungen der Bürger.

 

 

 

Was Bürk auf den Weg gebracht hat, ist zweifellos bis heute einflussreich. Das gilt ganz besonders für seine bahnbrechende Neuerung, die Nachtwächter-Kontrolluhr. In einer Ausstellungsabteilung werden sich Studierende des Ludwig-Uhland-Instituts für empirische Kulturwissenschaften der Universität Tübingen mit den Weiterentwicklungen der Kontrollapparate und den gesellschaftlichen Folgen bis heute beschäftigen.

 

Zeit, Freiheit und Kontrolle – diese Begriffe sind heute so umkämpft wie damals. Sie haben zentrale Bedeutung für Technik, Gesellschaft und Alltagsleben. Erstmals erarbeiten die Städtische Galerie und das Uhrenindustriemuseum zu diesen Themenfeldern eine Ausstellungsabteilung gemeinsam. Exponate aus den jeweiligen Sammlungen lassen diese drei Begriffe in einem "Gedankenraum" in ihrer Vielschichtigkeit aufscheinen und regen zur Reflexion an.

Die Ausstellung ist insofern auch eine erste Erprobung der Möglichkeiten und Chancen eines neuen Museumsquartiers im Bürk-Areal; die Planungen zum Bürk-Areal werden in diesem Sinne vorgestellt.