Zeit ist Geld - Kontrolluhrenbau im Schwarzwald

Uhrenindustriemuseum

Die fantastischen Schwenninger Vier

Der deutsche Südwesten, insbesondere der Schwarzwald war 100 Jahre lang seit Ende des 19. Jahrhunderts übersät mit Uhrenfabriken und ihren Zulieferern. Die Herstellung der komplex aufgebauten Arbeitszeit-Kontrollapparate war im wesentlichen bei vier Schwenninger Fabriken zu finden: der Württembergischen Uhrenfabrik Bürk Söhne, bei Schlenker-Grusen (ISGUS), bei Benzing (heute Kaba-Benzing) und bei Jauch & Schmid (Jundes). Alle begannen sie kurz vor oder nach 1900 (Jundes erst 1912) mit der Herstellung von Stech- und Stempeluhren und eroberten sich im Deutschen Reich, europaweit und mancher auch weltweit ihren Markt. Mechanische Stempeluhren sind feintechnische Spitzenprodukte. Sie bestehen aus über 200 Einzelteilen, hängen meist im Freien, werden was das Stempelwerk angeht in kurzen Zeiträumen aufs Höchste belastet und müssen exakt gehen, denn: Eine gestempelte Arbeitszeit-Karte gilt als Dokument.

Die Sonderausstellung 'Zeit ist Geld - Kontrolluhrenbau im Schwarzwald' dauert vom 22.04.2005 bis 30.06.2006.

Die Ausstellung wurde auch in Dortmund in der Zeche Zollern LWL - Industriemuseum vom 21.12.2008 bis zum 1.03.2009 gezeigt.