10 Jahre Uhrenindustriemuseum
Im Herbst 2004 feierte das Lebendige Uhrenindustriemuseum Villingen-Schwenningen 10jähriges Jubiläum.
Das Museum ist aus vielerlei Gründen "außergewöhnlich" zu nennen, so ist es inzwischen die letzte Produktionstätte in Europa für einen einfachen mechanischen Doppelglockenwecker. Es ist wohl das einzige Museum weltweit in dem der Produktionsprozess der Uhrenindustrie als Ausstellung thematisiert wird. Hauptmerkmal des Museums ist jedoch die überwältigende Arbeit der vielen ehrenamtlichen Helfer ohne die das Museum nicht existieren würde. Die Identifikation der ehrenamtlich Tätigen mit "ihrem" Museum ist außerordentlich groß. Für manche ist die Arbeit im Museum zum Lebensinhalt nach dem Erwerbsleben geworden. Zum 10jährigen Jubiläum sollte die Arbeit der vielen ehrenamtlichen Helfer in Form einer losen Artikelserie dokumentiert werden.
Für diese Aufgabe konnte Frau Annemarie Walz, ein lanjähriges Mitglied des Fördekreises Lebendiges Uhrenindustriemuseum e.V. gewonnen werden. Sie hat in akribischer Kleinarbeit und mit großer Geduld das umgesetzt, was nur als vage Idee durch unsere Köpfe ging: unwiederbringliche Informationen derer festzuhalten, die überwiegend im Hintergrund arbeiten. Aus einer angedachten losen Artikelserie wurde ein stattliches Werk, ein Buch, das nicht nur die Entstehung des Uhrenindustriemuseums beschreibt, sondern das industrielle Arbeitsleben und die Arbeitsbedingungen in den Jahren vom Ende des 2. Weltkriegs bis zum Untergang der hiesigen Uhrenindustrie sehr anschaulich vermittelt und damit ein Stück regionaler Geschichtsschreibung darstellt.
Das Jubiläumsbuch '10 Jahre Uhrenindustriemuseum: Menschen die dies möglich machten'
ist ausverkauft.