SPIONAGEWECKER
Im Auftrag der Bundeswehr wurde dieses konventionelle Weckerwerk für eine ganz spezielle Aufgabe umgerüstet. Im Verteidigungsfall sollten über dem Feindesland Propagandaschriften abgeworfen werden. An einem Gasballon hängend sollten die Flugblätter ins feindliche Gebiet transportiert werden und nach einer vorausberechneten Zeit an einem bestimmten Ort abgeworfen werden. Der Weckermechanismus hängt dazu zwischen dem Ballon und dem Flugblätterpaket. Sobald die berechnete und eingestellte Flugzeit erreicht ist, veranlasst der Wecker das Ausklinken des Pakets, die Flugblätter fallen zu Boden, der Ballon mit dem Weckerwerk entschwebt in den Himmel. Dieser Wecker wurde in den 1960er Jahren von der Firma Gebrüder Hauser in Weigheim bei Villingen-Schwenningen unter dem Tarnnamen „Brieftaubenuhr“ hergestellt.
Das Museum verfügt nur über eine begrenzte Anzahl von Spionagewecker er kostet € 45.- Bestellungen werden gerne über E-Mail oder per Telefon 0 77 20 - 3 80 44 entgegengenommen.